Wohnnen & Garten 
by Sven Markus von Hacht


Schöne farbige Ostereier gelingen auch mit natürlichen Farbstoffen. 
So gelingen mit Blauholz, Sandelholz und Rotholz sanfte Pastellfarben. 
Oder der Gang zum Wochenmarkt eröffnet eine Vielzahl von Färbeoptionen. 

Da wären zu allererst einmal die so oft zitierten Zwiebelschalen. Mit ihnen erreicht man eine goldbraune Farbe. Einfach zwei Hände voll Zwiebelschalen mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Diese Eierfarbe sollten etwa 15 Minuten ziehen bevor die Eier dazu gegeben werden. Am besten eignen sich übrigens weiße Eier, im Idealfall zuvor im lauwarmen Essigbad gereinigt. 

Ein schönen Grün gelingt recht leicht mit starkem Mate-Tee aber auch mit Spinat oder Petersille

Für leuchtend goldgelbe Eier empfiehlt sich ein Sud aus 20 Gramm gemahlener Kurkuma-Wurzel auf einem Liter Wasser. Mit getrockneten Kamilleblüten gelingt ebenfalls ein schönes Gelb. 

Sollen die Ostereier blau werden stellt sich die ganze Angelegenheit schon etwas schwieriger dar. Denn wer zu Ostern nicht auf blaue Eier verzichten und nicht zu den Leckereien eines bekannten Schokoladenherstellers greifen will, der benötigt Holunderbeeren. Die sind vor Ostern allerdings eher schwer zu bekommen. Deswegen bietet es sich an, zur Reifezeit der Beeren Ende August/Anfang September einen Vorrat für das nächste Osterfest einzufrieren. Um die Ostereier dann blau zu färben, werden je nach Farbwunsch 30 bis 100 Gramm Holunderbeeren zerdrück und mit einem Liter Wasser aufgekocht. Die Eier werden danach zehn Minuten mitgekocht. 

Dem alten Brauch des Eierfärbens und Eierbemalens begegnet man in ganz Europa und in weiten Teilen Russlands, wo Peter Carl Fabergé (1846-1920) einst kunstvolle Schmuckeier aus Gold und Edelsteinen schuf. 

In Deutschland erwähnte erstmals der Abt Jakob von Schluttern 1691 das Verstecken von Ostereiern für Kinder. Zwar taucht zu jener Zeit auch schon der Osterhase auf, sein Monopol aufs Verstecken der verzierten Leckerbissen ist jedoch bei weitem nicht so alt. Im Gegenteil: In einigen Gegenden Deutschlands war das mittlerweile etablierte Langohr im vorletzten Jahrhundert noch vollkommen unbekannt. Dort brachten der  Fuchs oder der Hahn die Ostereier. In anderen Regionen schulterten Storch, Kuckuck, Auerhahn oder Kranich den Tragekorb. 

Doch letztlich ist die Frage, wer die Ostereier nun eigentlich zwischen Narzissen, Krokussen oder Veilchen versteckt, doch gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist: Wurden auch alle gefunden?

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